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Lawinen und Hubschrauber
Bergrettung Obertauern
Bergrettung Obertauern
Obertauern

Kostelic: Lawinenopfer oder Zeuge?

Bei dem Lawinenabgang in Obertauern (Lungau/Pongau) am Mittwoch wurde ein Freerider verschüttet. Es soll sich um Ex-Skirennläufer Ivica Kostelic handeln. Der betont allerdings in Sozialen Medien, nur Zeuge gewesen zu sein.

Nach 13.00 Uhr wurde die Bergrettung Obertauern zu einem Lawinenabgang im Bereich der alten Zehnerkar-Bergstation (Gamspitzl) gerufen. Zwei Freerider, aus Kroatien und Salzburg, lösten sie auf etwa 2.150 m Höhe aus.

Der 45-jährige Kroate war über einen Meter tief verschüttet und wurde von dem 30-jährigen Freerider aus Salzburg ausgegraben. Die beiden Freerider fuhren selbständig ins Tal ab. Laut Salzburger Nachrichten soll es sich bei dem Kroaten um den ehemaligen Skirennläufer Ivica Kostelic handeln. Der betont allerdings in Sozialen Medien, nur Zeuge gewesen zu sein.

Lawine in Obertauern, Quelle: Bergrettung Obertauern

Im Posting schreibt Kostelic, dass er mit seinen Kindern im Pool war, als ihn die seltsamen Nachrichten erreichten und dass alle sehr aufgeregt waren. „Heute war ich direkter Zeuge einer Lawine in Österreich, bei der nach meinem Wissen niemand verletzt wurde und ich wie jeder Bürger im Verfahren nach einer solchen Vorfall meine Informationen gegeben habe. So kam mein Name wohl in die Nachrichten.“

Hohe Nachlawinengefahr

Ein Bergretter und Hundeführer der Ortsstelle Obertauern wurde mit dem Rettungshubschrauberteam vom Martin 1 zum Lawinenkegel geflogen. „Die Nachlawinengefahr war groß und es wurde vorerst entschieden, keine Bergretter im Gelände abzusetzen“, so der Einsatzleiter der Bergrettung Obertauern Michael Koch in einer Aussendung. Nach ersten Kontrollflügen wurde ein Flugretter mittels Tau zur Unfallstelle gebracht.

Noch immer erhebliche Lawinengefahr

„Derzeit herrscht eine erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3). Der letzte Schneefall brachte noch große Mengen“, so Michael Koch. „Die Situation ist nicht ganz einfach einzustufen. Schneebrettlawinen im Altschnee können an einigen Stellen noch durch einzelne Personen ausgelöst werden."

Fotostrecke mit 4 Bildern

Bergrettung
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Lawinen Hang
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Bergung
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Besonders an West-, Nord- und Osthängen oberhalb von 2.200 Metern könnten Lawinen in tiefere Schichten der Altschneedecke durchreißen und groß werden. Die Bergrettung appellierte daher die Tourenplanung genau durchzuführen und auf Zurückhaltung im steilen Gelände.

Lawinen-Anrisshöhe lag bei 1,5 Metern

Die Lawine mit großem Staubanteil ging auf einer Seehöhe von 2.150 Metern im Bereich des Gamspitzls ab. Sie hatte eine Anrisshöhe von 1,50 Meter, war 150 – 200 Meter breit und 350-400 Meter lang, so die Bergrettung.